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Im Frieden mit den Kollegen

by julia.osterwald

Damit das Miteinander im Großraumbüro funktioniert, müssen ein paar grundsätzliche Dinge beachtet werden.

 

Klima

Für Menschen im Büro ein Dauerthema und oft auch Anlass für Auseinandersetzungen: zu kalt, zu stickig, zu warm. Das Temperaturempfinden ist bei jedem Menschen anders. Grundsätzlich gilt, dass Klimaanlagen von den Beschäftigten regulierbar sein müssen. Zugluft ist zu vermeiden, die Luftfeuchtigkeit sollte bei 50 Prozent liegen, Fenster sollten geöffnet werden können und Sonnenschutzeinrichtungen müssen vorhanden sein, sodass es im Sommer nicht wärmer als 26 Grad wird. Die Mindesttemperatur liegt bei 20 Grad, laut ASR 6 »Raumklima«. 

Die BASF hat das Problem für sich gelöst: In ihren Großraumbüros gibt es keine Klimaanlage im herömmlichen Sinnemehr, sondern wassergekühlte Wände, die für ein konstant ausgegliches Raumklima sorgen.  Die Raumtemperatur kann von den Mitarbeitern selbst reguliert werden, dadurch wird auch Zugluft vermieden. Die Luftfeuchtigkeit wird regelmäßig überprüft, außerdem gibt es Jalousien gegen störende Sonneneinstrahlung.

 

Lärm

In Büros mit offenen Raumkonzepten kann der Lärmpegel erheblich sein. Vor allem telefonierende und sprechende Kollegen, Klimaanlage, Lüfter sowie klingelnde Telefone können die Konzentration stören. Die Arbeitsstättenverordnung gibt keinen Grenzwert für Lärm an. Daher können sich Betriebsräte lediglich auf das Arbeitsschutzgesetz berufen, wonach gesicherte  arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigt werden müssen.

 

Arbeitsfläche

Für Arbeitswissenschaftler ist die Größe der Arbeitsfläche der Schlüssel zum gesunden Arbeiten. Ein konkreter Wert findet sich im Gesetzestext jedoch nicht, in der Arbeitsstättenverordnung ist nur von einer »ausreichenden Grundfläche« die Rede. Als ausreichend gilt Experten ein Minimum von zehn Quadratmetern Arbeits- und Bewegungsfläche pro Mitarbeiter.

 

Siehe außerdem: Gute Arbeit im Büro, IG Metall 2009 sowie die Verordnungen der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin im Internet.

 

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